Chronik - Tennisverein Grosskrotzenburg e.V.

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Chronik

1973

Anfang der 70er Jahre entwickelte sich das elitäre Tennisspiel zur Sportart für jedermann und als sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die ganze Familie. Diese Entwicklung mündete in den sprichwörtlichen Tennisboom. Bestehende Clubs und Vereine konnten bzw. wollten keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen, und so blieb es nicht aus, dass sich auch in Großkrotzenburg begeisterte Sportler fanden, die den Mut hatten, einen Verein zu gründen. Am 31. Juli 1973 in Drefahls Garten in der Bahnhofstraße erblickte der Tennisverein Großkrotzenburg das Licht der Sportwelt.


Die Gründerfamilien und ersten Vorstandsmitglieder - Drefahl, Becker, Rollwa, Müller, Nenninger und Kosian - legten dabei besonderen Wert auf den Vereinscharakter, um der besonderen Struktur der Gemeinde und Interessierten gerecht zu werden. Den Vorsitz übernahm Jens Drefahl. Die generelle Aufnahme von Großkrotzenburger Bürgern war z. B. nach Satzung festgeschrieben. Um den Tennissport auszuüben benötigte man Flächen, um sie als Tennisplätze herzurichten.


Mit vollem Elan und innovativen Ideen formierte sich ein aktives, sportliches Vereinsieben, was sich dankenswerterweise bis heute erhalten hat. Da Freiplätze nicht verfügbar waren, mußte in die große Sporthalle an der Schule und auf umliegende Anlagen ausgewichen werden. Unter dem Trainer Jürgen Otto wurde geübt und gekämpft, die ersten Meisterschaften wurden ausgetragen. Als erste Vereinsmeister konnten sich Dieter Bergmann, Traudel Rosenberger und Ralf Becker eintragen. Die Mitgliederzahl sprang unmittelbar auf 120 Personen mit einem großen Anteil Jugendlicher.


1974

Aus den laufenden Verhandlungen war die Erkenntnis gewonnen, mit dem Bau der ersten 4 Plätze im Jahre 1976 beginnen zu können. Damals war man der Auffassung, mit dem offiziellen Sportbetrieb Mitte '76 zu starten. Bis dahin waren nur die beiden Asphaltplätze an der Geschwister-Scholl-Schule zu benutzen, die dem Verein vom Main-Kinzig-Kreis dankenswerterweise zur Verfügung standen. Trotz dieser Einschränkungen fand mit 23 Teilnehmern unter Leitung des Sportwarts Norbert Heinz eine Vereinsmeisterschaft statt. 

Die frühen Jahre

Die rauschenden Feste im Zeit sind manchen noch gut in Erinnerung und geben Anlass zum schmunzeln. Die Mitgliederentwicklung zwang den Vorstand, nur noch Großkrotzenburgern die Aufnahme zuzusagen, auswärtigen Anwärtern mussten Absagen erteilt bzw. auf Warteliste gesetzt werden. Für die zunehmend wichtige Jugendbetreuung stellten sich Winfried Limbach und Traudel Rosenberger zur Verfügung. Spezielle Turniere für die Kleinsten, die Zusammenstellung einer Bambini-Mannschaft auf Verbandsebene u. v. m wurden organisiert.


1975

In der Saison '75 war es dann soweit, in den aktiven Wettkampf einzusteigen und an Medenspielen teilzunehmen. Mit Nervosität und Spannung fuhr man in die Tennislandschaft, um sich sportlich zu beweisen. Auch als Gastgeber auf eigener Anlage lernte man sich zu behaupten. Vielen Gastmannschaften fiel das große Zuschauerinteresse auf; dies war man nicht gewohnt. Der sportliche Erfolg war mit diesem Schritt weniger wichtig als vielmehr das Spiel und Kräftemessen mit anderen. Viele Freunde, die damals gewonnen wurden, sind heute noch aktiv. Wilfried Limbach löste Norbert Heinz als Sportwart ab, Karl Heinz Molkenthin übernahm die Jugendabteilung. Der Bau eigener Plätze durfte nach manch beschwerlichen und zum Teil dramatischen Verhandlungen für 1976 erneut in Aussicht gestellt werden.


Dabei blieb offen, ob durch die Vorfinanzierung des 1. Bauabschnittes des Sportzentrums durch den Verein die Lösung gefunden war. Entwürfe für Plätze am Strandbad befanden sich noch im Gespräch. Vereinsieben dokumentiert sich auch und gerade im geselligen Umfeld. Dieses war besonders ausgeprägt und schaffte die Bindung auch außerhalb des sportlichen Umfelds. Skigymnastik, Fahrradtouren mit Grillstationen, Juxturniere, Puppenspielbühne, Zeltfeste bis in den frühen Morgen sind nur ein paar Beispiele, an die man sich noch heute gern erinnert. Vereinsmeisterschaften mußten aus Platzmangel zusätzlich auf die Anlage der amerikanischen Highscool in Großauheim verlegt werden.


1976
Ein turbulentes, bedruckendes und nervenaufreibendes Jahr unserer Vereinsgeschichte. Zusagen der Gemeindeverwaltung für den Bau von 4 Plätzen zeigten sich als nicht haltbar. Nach 3 Jahren zähen Verhandlungen und Zusagen waren die Parlamentarier heillos zerstritten. Ob Größe der Anlage, Standort, mit oder ohne Vereinsheim, alles war wieder offen. Auch die Frage, ob wir eigenständig planen können oder im Zuge eines gemeindlich geplanten Sportzentrums anzubinden wären, bewegte die Gemüter. Das Amt des Schriftführers übernahm in dieser bewegten Zeit Claudia Kerl. Dem Mut und Weitblick des damaligen Vorstandes und der Mitglieder ist es zu verdanken, dass wir heute über eine weit über die Grenzen hinaus bekannten und anerkannten Sportanlage am Main verfügen. Der Vorstandsvorlage zum Bau der eigenen Anlage wurde einstimmig zugestimmt. 

Damit war ein eindeutiger Mandat erteilt. Besonders bemerkens- und anerkennenswert ist in diesem Zusammenhang die Solidarisierung der großen Zahl von Ortsvereinen. Trotz möglicher negativer Auswirkungen auf die allgemeine Vereinsförderung unterstützte man unsere Bemühungen zum Bau der eigenen Sportanlage. In einem offenen Dialog mit Ortspolitikern im August wurde dem Anliegen des Tennisvereins zugestimmt mit dem Zusatz, für ein gemeindliches Sportzentrum offen zu bleiben. Notwendiges Gelände wurde von der Preußen-Elektra erworben. Das Genehmigungsverfahren wurde eingeleitet. Planung und Bauantrag liefen von September bis November. Ende November stimmte dann der Gemeindevorstand dem Bauantrag zu. Die Geschehnisse im sportlichen und geselligen Bereich waren durch diese Ereignisse auch beeinflußt, konnten aber fortentwickelt werden. So wurde u. a. eine Rangliste aufgestellt, um die Stärken der einzelnen Spielerinnen und Spieler zu dokumentieren.


1977

Die Option, sich evtl. an das geplante Sportzentrum anzuschließen, wurde aufgegeben. Grundstückskäufe am Main waren bereits vollzogen, der Start für den 1. Bauabschnitt von 4 Plätzen freigegeben. Mit der Entscheidung zum Bau der eigenen Sportanlage entschlossen sich die Mitglieder, einen Bauausschuss zu wählen. Dieser sollte dem Vorstand zur Seite gestellt und in die Verhandlungen mit der Gemeinde einbezogen werden. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass die Reibungsverluste zwischen Vorstand und Ausschuss eher hinderlich waren, so dass der Ausschuss bereits nach kurzer Zeit wieder aufgelöst wurde. Im Etatansatz wurden DM 140.000,- als Kosten angesetzt. 

Diese Summe konnte mittels Anlagevermögen, Eigenmitteln und Hypotheken sowie öffentlichen Zuschüssen finanziert werden. Um die weiteren Bauabschnitte voranzutreiben, wurde in einer Mitgliederversammlung Ende '77 der Beschluss gefasst, den 2. Bauabschnitt mit 2 weiteren Plätzen und dem Bau eines Vereinsheims in Angriff zu nehmen. Für die Bezuschussung mit öffentlichen Mitteln wurde ein Anlagewert von DM 400.000,- veranschlagt. Die Eigenleistung der Mitglieder dokumentierte sich mit 3.500 Stunden. Sportlich nahmen die Aufgaben des Jugendwartes zu und sollten durch einen Jugendausschuss verstärkt werden. Karl-Heinz Molkenthin wurde durch Lilo Hoffmann, Gerd Haug und anderer unterstützt.


1978

Nachdem wieder etwas Ruhe einkehrte, war mit einem gewährten erheblichen Zuschuss der Gemeinde der Finanzierungsplan sichergestellt. Die Bauarbeiten liefen wie geplant. An der Spitze zeichnete sich ein Wechsel ab, der mit den Vorstandswahlen vollzogen wurde. Die Frauen und Männer der ersten Stunde hatten schwere und verantwortungsvolle Arbeit geleistet und durften sich etwas zurückziehen.

Mit Werner Becker als ersten Vorsitzenden, Wilfried Limbach, Karl-Heinz Molkenthin, Joachim Kosian, Hanne Tögel und Manfred Henrich formierte sich der Vorstand neu. Um dem geselligen Stellenwert Rechnung zu tragen, etablierte sich ein Vergnügungsausschuss, der mit großem Engagement an die Arbeit ging. Die Hütte als Vereinsheim war der Geheimtipp. Mit die schönsten Stunden in der Geschichte des Vereins verbinden sich mit diesem tollen Provisorium.


1979

Ein wesentliches Ziel des neuen Vorstandes war die Darstellung eines normalen Großkrotzenburger Vereins und der Abbau der Spannungen auf politischem Feld. Gerd Haug übernahm das Amt des Schriftführers und war auch Garant für das gesellige Umfeld. Die Mitgliederzahl - zwischenzeitlich auf 300 Personen angewachsen zeigte eine gesunde, positive Entwicklung auf. Im sportlichen Bereich kam man auch voran: der 1. Herrenmannschaft gelang der Aufstieg, die männliche Jugend trumpfte bemerkenswert auf, die Bambini wurden Bezirksmeister. Eine Teilnehmerzahl von 186 Spielerinnen und Spieler bei den Vereinsmeisterschaften sprengte fast die organisatorischen Möglichkeiten.

In der baulichen Entwicklung musste mit großem Einsatz aller Mitglieder die Ver- und Entsorgung des Vereinsheims sichergestellt werden. Entlang des Kapellchenwegs wurden im wahrsten Sinne des Wortes in Knochenarbeit die Gräben für die Ver- und Entsorgung, Strom und Telefonleitung gegraben und wieder verfüllt. Trotz der Schwere der Arbeit war es immer ein großer Spaß dabeizusein, weil man sich gegenseitig antrieb und in den Pausen vom Vergnügungsausschuss hervorragend bewirtet wurde. Mit der Bereitschaft von Jens Drefahl und Alois Kurzschenkel, sich in der Jugendarbeit zu engagieren, konnte ein weiterer Meilenstein gesetzt werden. So war z. B. eine einwöchige Fahrt nach Radstadt/Obertauern ein Highlight, das unvergessen bleibt.


1980

Mit den Vorstandswahlen wurde im Amt des Sport und Jugendwartes ein Wechsel vollzogen: Manfred Winter wurde Sportwart und Werner Kischel Jugendwart. Beantragte Fördergelder für die laufenden Baumaßnahmen wurden in Teilen bewilligt. Die Baugenehmigung für den 2. Bauabschnitt stand noch aus, wovon weitere Fördergelder abhängig waren. Zur Arrondierung des Gesamtgeländes wurden weitere Erbpachtverträge geschlossen. Die Mitgliederzahl - zwischenzeitlich auf 325 Personen angestiegen - ließ das Öffnen für Auswärtige noch nicht zu, sie mussten weiterhin auf die Warteliste.



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Der gesellschaftliche Bereich gestaltete sich ebenfalls zunehmend attraktiv und wurde um die Sonntagsbewirtschaftung in der Hütte erweitert, wobei sich teilweise Sonntage von Samstag Abend bis Montag Morgen hinzogen. Weitere Veranstaltungs-Highlights wie Faschingsfeten, Wandertage, Blitz-Mixturniere und Spielen in der "Wilden Liga" sind unbedingt erwähnenswert. Die sportliche Entwicklung glänzte weniger durch herausragende Ereignisse, sondern manifestierte sich durch solide Leistungen.


1981

Dieses Jahr war überschattet durch den Brand unseres Vereinsheims, ausgelöst durch Brandstiftung. Damit ging ein voll funktionsfähiges Vereinslokal - liebevoll "Die Hütte" genannt - mit hohem Erinnerungswert nur zwei Wochen nach endgültiger Fertigstellung verloren. Die durch diesen Schaden in Mitleidenschaft gezogenen technischen Einrichtungen, wie Beregnungsanlage, Strom- und Wasserversorgung, konnten Dank der schnellen Hilfe aller soweit hergerichtet werden, so daß mit dem Aufstellen einer Baubude der Spielbetrieb und die laufende Saison gerettet werden konnten.

Dank der Solidarität aller war das Provisorium so gelungen, dass die Zeit mit und in der Baubude" auch ein Stück Vereinsgeschichte wurde. Der Brand der Hütte führte die Mitglieder dazu, dem Vorschlag des Vorstands zum Bau eines festen Vereinsheims mit Mehrheit zuzustimmen. Eine erneute hohe Investition war entschieden. Am 5. Oktober wurde der Grundstein feierlich gelegt. Im Vorstand erfolgte ein Wechsel, Jochen Lienow übernahm das Amt des Pressewarts. 


1982

Der Bau des neuen Vereinsheims und die Vorbereitungen zur Ausrichtung der Kerb anläßlich des 10jährigen Bestehens 1983 kennzeichnen dieses Jahr. An dieser Stelle muss dem für die Bauleitung verantwortlichen Manfred Scheuch ein hohes Lob gezollt werden. Ohne dessen Bereitschaft, diese Aufgabe zu übernehmen, wäre manches nicht so problemlos gelaufen. Für das Vereinsheim wurde entsprechend der Planvorlage eine Nachbewilligung von erheblichen Finanzmitteln vollzogen, wobei die Anhebung der Mitgliedsbeiträge im Folgejahr um max. 50% mitbeschlossen wurde.  

Durch den besonderen Einsatz der Mitglieder konnte bereits im Frühjahr das Richtfest gefeiert werden. Über die vorbereitenden Maßnahmen zur Ausrichtung der Kerb '83 wurden erste Überlegungen dargelegt. Die Aufgaben des Sportwarts erforderten eine Nachwahl: Gerhard Tögel wurde berufen. Der freiwillige Arbeitseinsatz der Mitglieder musste erneut nach oben korrigiert werden. Männer durften 20, Frauen und Jugendliche 7 Stunden auf der Anlage verbringen, was manchen nicht leicht fiel, aber im Sinne der Gemeinschaft akzeptiert wurde.

1983

10 Jahre Tennisverein Großkrotzenburg. Ein Grund zum Feiern. Die erste Etappe in der Vereinsgeschichte, 10jähriges Bestehen, war geschafft. Mit der Ausrichtung der Kerb hat sich der Verein nach außen präsentiert und seinen Teil zum gemeindlichen Leben beigetragen. In Kooperation mit dem Skatclub"2 kleine Pik" wurde die Kerb zu einem vollen Erfolg. Dem Kerbausschuss mit Marlies Hirsch, Edda Goertz, Helga und Werner Kischel, Joachim Kosian, Werner Huth und Ewald Simon ist an dieser Stelle noch einmal Dank zu sagen. Mit einer Mitgliederzahl von 350 Personen und deren Einsatz konnte die Bewirtschaftung des Krotzenburger Volksfestes hervorragend bewältigt werden. Mit besonderem Stolz können zwei Ereignisse für den Verein registriert werden: zum einen der Gottesdienst am Sonntag im Festzelt, zum anderen die Uraufführung/der erste Auftritt von Freddy Schmidt mit seinen Originalen. Ein weiteres Großereignis, das mit Stolz in die Chronik eingehen darf, ist die Einweihung des neuen Vereinsheims, welches nach 1 1/2jähriger Bauzeit den Mitgliedern übergeben und der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte.

Dieses Haus, stellte damals einen Wert von etwa DM 300.000 dar und wurde mit erheblichen Eigenleistungen errichtet. Neben Aufenthaltsräumen, Duschen, WC sowie Werkstatt und Geräteraum im Untergeschoß sind Umkleidekabinen mit Dusche, ausreichende sanitäre Anlagen, ein schöner Gastraum mit großer Freiterrasse in ansprechender Architektur entstanden. Sie bieten Mitgliedern und Besuchern einen herrlichen Blick auf die Mainaue und die gesamte Sportanlage. Die Bewirtung in Eigenverantwortung hat sich als heißer Tipp in der Gastronomie herumgesprochen. Mit einem Festakt im Beisein von Landrat Rüger, den Landtagsabgeordneten Alois Lenz und Hans Heimerl, von Bürgermeister Rodewald, Vertretern der politischen Parteien und der Industrie konnte das Haus den Mitgliedern übergeben werden. Im sportlichen Bereich nahm man Rücksicht auf das Jubiläum. Die 1. Herrenmannschaft konnte den Aufstieg in die Bezirksklasse B erreichen und insoweit auch ein sportliches Highlight setzen.


1984

Der bisherige Vorsitzende Werner Becker bedauerte, aus privaten Gründen nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung zu stehen. Man bedankte sich mit großem Applaus für die hervorragende Arbeit, die Werner Becker geleistet hat. Ewald Simon als Verantwortlicher des Bauausschusses stellte sich zur Wahl und wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Gerhard Tögel als Sportwart und Werner Kischel als Jugendwart stellten sich zur Wiederwahl und erhielten das einstimmige Votum. Edda Goertz als Kassenwartin, Peter Grün als Pressewart und Wolf Pfeiffle als Schriftführer komplettierten den neuen Vorstand. Durch den Wechsel von Ewald Simon zum 1. Vorsitzenden war es notwendig, den Bauausschuss als Anlagenausschuss neu zu bestimmen. Mit Klaus Ballmann, Karl-Heinz Brehm, Peter Dressler und Werner Huth konnten hervorragende Mitglieder gewonnen werden. Heinz Rösler erklärte sich weiterhin bereit, die Arbeitseinsätze einzuteilen, ein Amt, welches sehr mühevoll war.

Mit 350 Mitgliedern hat sich eine gewisse Stagnation eingestellt, allerdings auf hohem Niveau. Sportlich war das Jahr '84 bis auf die Jugend nicht herausragend. Es bleibt allerdings festzustellen, dass keine der gemeldeten Mannschaften abgestiegen ist und alle ihren Klassenerhalt schafften. Die 1. Juniorinnen-Mannschaft konnte den Gruppensieg verzeichnen. Als Dank organisierte Jugendwart Werner Kischel ein Rockkonzert, das als großer Erfolg verbucht wurde. Der gesellige Bereich führte neue Veranstaltungen ein. Mit dem Tanz in den Mai, IG-Urlaub, Spiel ohne Grenzen, Roma-Cup, Weinabend, dem Skatturnier, der Nikolausfeier für die Kinder und dem Punschabend für die Erwachsenen verbinden sich schöne Erinnerungen.





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1985

Nach Jahren der großen Investitionen für Sportanlage und Vereinsheim stellte sich eine finanzielle Konsolidierung ein, ein größerer Betrag konnte in die Rücklage genommen werden. Bemerkenswert war außerdem, dass etwa die Hälfte des Beitragsaufkommens für die Jugendarbeit verwendet wurde. Dass sich diese Investition auf Sicht lohnt, bewies sich, als die 1. Damen- und 1. Herrenmannschaft aufstiegen und die Juniorinnen nach wie vor das Aushängeschild waren.

Die Beteiligung des Vereins an den Krotzenburger Ferienspielen war ein großer Erfolg. Das Angebot an die Gemeinde wird für die kommenden Jahre wiederholt. Arbeitseinsätze in großem Umfang - wie in der Vergangenheit waren nicht mehr notwendig, so beschloß man die generelle Rückführung. Mit 8 Arbeitsstunden für Männer, 4 Arbeitsstunden für männliche Jugendliche und Entfall der Arbeitsstunden für Frauen konnte man sich der Mehrheit der Mitgliederentscheidung sicher sein.

1986

Der vom wiedergewählten Vorsitzenden Ewald Simon geführte Vorstand wurde in Teilen neu bestimmt. Nachdem sich Gerhard Tögel aus beruflichen Gründen der Wiederwahl nicht mehr stellte, übernahm Manfred Winter das Amt. Das Amt des Schriftführers übernahm Klaus Filges. Auf Vorschlag von Ewald Simon war der Jugendwart um einen Jugendausschuss zu erweitern. Es konnten die Mitglieder Jörg Kraushaar, Ernst und Monika Blumör, Christine Büchting und Gudrun Ballmann gewonnen und gewählt werden. Die Aufgaben des Ausschusses sollten auf 2 Zielgruppen fixiert sein, und zwar Jugendliche schon im Training und die ganz Kleinen. Die Bereitschaft zur Ableistung von Arbeitsstunden schwand.

Ein Grund hierfür war sicherlich die Tatsache, dass keine spektakulären Maßnahmen mehr stattfanden und der Arbeitseinsatz vielmehr zum Werterhalt, zur Pflege und Abrundung der Gesamtanlage gehörte. Ähnliche Entwicklungen mussten auch in der Bereitschaft zur Bewirtschaftung des Vereinsheims festgestellt und bemängelt werden. Der Appell an den Geist der früheren Pionierzeit sollte Wirkung zeigen. Mit den Medenspielen konnte ein durchschnittliches Sportjahr festgeschrieben werden. Im Bereich der Damenmannschaft gab es allerdings einen Generationswechsel, der sich bei den Herren auf Sicht ebenfalls abzeichnete. Die Vereinsmeisterschaften hatten nach wie vor erfreulich gute Resonanz, waren aber mit einer Zahl von 109 Teilnehmern auf Dauer in der gewohnten Form nicht mehr zu bewältigen. Ein neuer Modus war anzudenken.


1987

- ein Novum in der Durchführung von Jahreshauptversammlungen. Die für den 23. Januar angesetzte Versammlung wurde wegen extremer Kälte auf den 6. März verlagert. Waren in den letzten beiden Jahren die Mitgliederzahlen stagnierend, so stiegen sie in diesem Jahr wieder. Mit 370 Personen gegenüber 350 und davon 103 Jugendlichen war ein Zuwachs zu verzeichnen, der im jugendlichen Bereich überproportional auffiel. Neben den vielen Arbeiten zu Pflege und Unterhalt der Anlage wurden für das laufende Jahr schwerpunktmäßig die Verlegung des Erdkabels zur Beleuchtung der Weganlage zwischen Vereinsheim und Parkplatz, die Schotterung des Parkplatzes und der Zufahrt zum Vereinsheim, die Auffüllung und Verdichtung neben Platz 1 und hinter den Plätzen l+2, Gestaltung des Geländes neben dem Vereinsheim als Kommunikationsrondell außerhalb des Wirtschaftsbetriebes sowie der Bau eines weiteren Platzes Nr. 8 herausgestellt. Dabei nahm der Bau des Platzes 8 einen größeren Raum ein, da er in Verbindung mit der Grundsanierung des Platzes 7 in Angriff genommen werden musste. Es war darauf aufmerksam zu machen, dass die eigentliche Zustimmung in der Jahreshauptversammlung 1981 bereits fiel, aber infolge des Hüttenbrandes und des Neubaus zurückgestellt wurde. In einer mit großer Leidenschaft geführten Diskussion wurden die Argumente für und wider ausgetauscht, und es kam letztlich zu der Beschlusslage, dass die Plätze 7+8 nur dann als Allwetterplätze herzurichten sind, wenn der Erfahrungsaustausch mit Vereinen, die auf solchen Anlagen spielen, positiv ausfällt. Überwiegen die negativen Erfahrungen, wird Platz 8 als Sandplatz gebaut und Platz 7 renoviert. Nach den Rücksprachen, wurde vom Vorstand der Umbau von Platz 7 und der Neubau von Platz 8 als Allwetterplätze in Auftrag gegeben mit dem Ziel, diese bereits in den Wintermonaten verfügbar zu haben.

Die Geselligkeit wurde mit zusätzlichen Angeboten, wie Herbstwanderung, Weinabend, Preisskat usw. aktiviert, in der Hoffnung, dass sich die Mitglieder wieder zahlreicher außerhalb des Sportbetriebes einfinden. Das Thema Vereinsmeisterschaften, das schon in der Vergangenheit neu geordnet werden sollte, fand eine neue Struktur. Die Meisterschaften wurden selektiert und zeitlich so weit auseinandergezogen, dass nunmehr vernünftiges termininieren und abwickeln möglich war. Besonderer Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der Saison bildete im November ein Ball im Bürgerhaus, auf dem die Vereinsmeister in festlichem Rahmen geehrt wurden. Dieses Fest war für alle Freunde des Tennissports ausgerichtet und bildete fortan einen Zweig des geselligen Lebens in Großkrotzenburg. Aufgrund der Tatsache, dass der bisherige Jugendwart Werner Kischel bereits Ende 86 von seiner Vorstandsaufgabe wegen beruflicher Belastung befreit werden wollte, musste eine Nachwahl stattfinden. Ewald Simon, der sich für die hervorragende Arbeit von Werner Kischel bedankte, schlug Wolfgang Bauer vor, der das Amt annahm. Im Sportbetrieb gab es nur wenig Glanzlichter, aber die Klasse der Seniorinnen und Senioren kann besonders herausgestellt werden. Die Seniorinnenmannschaft, die erstmals an Wettkämpfen teilnahm, wurde in der Bezirksklasse B auf Anhieb ohne Niederlage Gruppensieger und stieg in die Klasse A auf. Auch die Seniorenmannschaft konnte ohne Niederlage in die Bezirksklasse A aufsteigen. Das Engagement des neuen Trainers Holger Gartmann speziell für die Jugendlichen hatte sich positiv gestaltet. Unterstützt durch das Engagement von Nina und Michael Röber, Anke Brehm und Udo Zinndorf im Training der Jüngsten sollte das Heranführen erfolgreicher Jugendspieler gesichert sein.


1988

Nachdem es gelungen war, die Allwetterplätze Ende 1987 fertigzustellen und infolge der milden Witterung bereits zum Spielbetrieb freizugeben, wurde die Freude über diese Errungenschaft durch den großen Hochwasserschaden im April zunichte gemacht. Sämtliche Plätze waren überflutet, trotz tatkräftiger Hilfe Vieler beim Befüllen von Sandsäcken und Stellen von Barrieren. Die besondere Schutzmaßnahme der Allwetterplätze durch rasches Auflegen von starken Folien reichte nicht aus, größere Schäden zu vermeiden. Sich nach geraumer Zeit zeigende Unebenheiten des Untergrunds, die sich an der Oberfläche wiederspiegelten, machten ein Bespielen dieses Belages kaum mehr möglich. Bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstands in der Jahreshauptversammlung gab es umfangreiche Umbesetzungen. Ewald Simon, der bisherige Vorsitzende, stand für eine Wiederwahl aus beruflichen und zeitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. 


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Als seinen Nachfolger schlug er Klaus Filges vor, der einstimmig gewählt wurde. Die Leistungen von Ewald Simon sowohl als Bauausschussvorsitzender als auch als 1. Vorsitzender waren Anlass, ihm besonders herzlich zu danken, was die Mitglieder durch anhaltenden Beifall unterstützten. In weiteren Wahlvorgängen wurden Wolfgang Bauer als Sportwart, Ernst Blumör als Jugendwart, Jürgen Kerl als Kassenwart, Heidrun Edin als Schriftführerin und Manfred Winter als Pressewart bestimmt. Sport- und Jugendwart konnten auf ein wenig erfolgreiches Jahr zurückblicken und feststellen, dass diese Entwicklung keine Dauereinrichtung werden solle. Als gesellschaftlicher Höhepunkt galt auch in diesem Jahr der Tennisball. Der Verein hat viel gewagt und sicherlich auch gewonnen, vor allem dadurch, dass er sich gesellschaftlich öffnete und bei der Ortsbevölkerung an Ansehen gewann. Dem Tennisfreund Heinz Rösler wurde im besonderen Maße Dank ausgesprochen für die langjährige Einteilung des Arbeitseinsatzes. Diese Aufgabe erforderte ein überaus großes Engagement und Stehvermögen. Wie häufig war er der Prügelknabe für umzusetzende Beschlüsse der Mitglieder in puncto Arbeitseinsatz.

1989

Waren es im Jahr 1988 die erheblichen Hochwasserschäden, die uns belasteten, musste Anfang dieses Jahres ein Sturmschaden hingenommen werden. Die Frühjahrsstürme verbogen die gesamte Umzäunung auf der Mainseite und zum Teil auch auf der rückwärtigen Seite zum Vereinsheim. Mit einem geschätzten Gesamtschaden in Höhe von DM 13.000,- hätte gerechnet werden müssen, wenn nicht dank der großzügigen Hilfe unseres Mitglieds Dieter Pockrandt dieser Schaden schnell behoben und auf DM 6.000.- begrenzt werden konnte. Zum Hochwasserschaden ist nachzutragen, dass dank der großzügigen Hilfe der Gemeinde der entstandene Schaden von annähernd DM 14.000,- auf DM 7.000,- halbiert werden konnte. Auch dieses Jahr konnte man im sportlichen Bereich keine überragenden Erfolge verzeichnen, allerdings wurde solide Aufbauarbeit geleistet. Bedingt durch Unregelmäßigkeiten im Trainingsbetrieb mussten wir uns nach einem neuen Trainer umsehen und fanden in Roland Kutzner eine hervorragende Kraft, die uns bis heute mit guter Arbeit zur Verfügung steht. Im baulichen Bereich und an der Anlage konnten wesentliche Arbeiten beendet werden. So gelang es, die Böschung über die gesamte Spielfläche zur Mainseite hin aufzuschütten, so dass zwischen Spielfeldrand und Hang eine begehbare Fläche von 3-4 m begrünt entstand. Diese Maßnahme war eine der Voraussetzungen, um spätere Hochwasserschäden mindern zu können. Zusätzlich wurden die Wege- und Hausbeleuchtung vom Parkplatz zum Vereinsheim, die 2. Dusche sowie die Terrasse unter der Freifläche im Erdgeschoss mit Kommunikationsecke fertiggestellt. Die Anschaffung neuer Bestuhlung mit Sitzkissen für die Terrasse, neuen Sitzbänken für die Plätze und vielen Kleinigkeiten mehr waren zu bewerkstelligen. Besonders erfreulich konnte die Bewirtschaftung des Vereinsheims herausgestellt werden, wobei einmal mehr Ulla Simon für ihre hervorragende Verwaltungsarbeit und Kassenführung, die ohne großes Aufheben seit Jahren geleistet wurde, zu danken war.

Die Freigabe zur Nutzung des Vereinsheims zu privaten Feiern ist positiv aufgenommen worden. Ein ansehnlicher Betrag war als Deckungsbeitrag zu erwirtschaften. Eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge - schon mehrfach angesprochen war unumgänglich. Seit Gründung des Vereins 1973 ist keine Angleichung erfolgt, lediglich seit 1983 wurden 10% des Beitrages als Putzgebühr erhoben. Der Vorstand wies darauf hin, dass im Vergleich mit umliegenden Tennisvereinen der Beitrag mit Abstand der niedrigste und bezogen auf das Leistungs- und Investitionsvolumen eine Anpassung unumgänglich ist. In Anlehnung an einen Beschluss aus dem Jahre 1982, der eine 50%ige Beitragserhöhung vorsah, wurde diese jetzt real beschlossen und ab 1. April 1989 eingeführt. Als neue Beitragsart wurde die zeitlich begrenzte Mitgliedschaft eingeführt, die mit einem Beitrag pro Monat ermöglicht wurde. Infolge eines 1978 gestellten Antrages zur Bezuschussung einer 3-Feld-Tennishalle musste eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Sicherlich waren das Thema und die Höhe der damit verbundenen Investitionen Anlass, dass fast 100 stimmberechtigte Mitglieder die Versammlung besuchten, die deshalb in das Bürgerhaus ausweichen musste Der Vorstand erläuterte sehr ausführlich den damals gestellten Antrag. Auf der Bewerberliste sei man zwischenzeitlich auf Platz 1 vorgerückt. Ein vom Vorstand einberufener Hallenausschuss, vertreten durch Jens Drefahl, Robert Edin und Ewald Simon, wurde in die Vorarbeit mit eingeschaltet, um die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit zu prüfen. In der sehr konstruktiven, offenen Diskussion wurde ein Antrag formuliert, der letztlich die Nichtrealisierung beinhaltete. Diesem Antrag wurde mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Dem Main-Kinzig-Kreis war mitzuteilen, dass der seinerzeitige Antrag zurückgezogen wird.


1990

Die turnusmäßige Vorstandswahl in der Jahreshauptversammlung brachte wiederum Veränderungen. Für den Sportwart Wolfgang Bauer, der leider nicht zur Wiederwahl bereit war, wurde dieses Amt Walter Schwartz einstimmig Übertragen. Als Jugendwartin konnte Anke Brehm und als Schriftführerin Nina Röber gewonnen und gewählt werden. Die Erweiterung des Vorstands um die Funktion eines Bauwartes konnte noch nicht erfolgen, da hierzu eine Satzungsänderung erforderlich war, die auf der nächsten Mitgliederversammlung vollzogen werden konnte. Hans König wurde als Beiratsmitglied aus dem Gremium des Bauausschusses berufen und sollte damit die Kommunikationsengpässe zwischen dem wichtigen Bauausschuss und dem Vorstand schließen. Die Streitigkeiten bezogen auf die ordnungsgemäße Ausführung der Allwetterplätze, die sicherlich durch den Hochwasserschaden erschwert wurden, mündeten in der Vorlage eines Gutachtens. Ewald Simon und Jens Drefahl wurden gebeten, dieses Gutachten zu prüfen, wobei unabhängig davon die ausfahrende Firma verklagt werden sollte. Der zurückgehaltene Restbetrag in Höhe von etwa 1/4 der Herstellkosten blieb gesperrt und sollte als Hebel zur gerichtlichen Auseinandersetzung dienen. 


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Sportliche Erfolge, in den letzten Jahren etwas rar, konnten von Sportwart Walter Schwartz wieder vermeidet werden. So stieg die 1. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse A und die 2. Herrenmannschaft in die Bezirksklasse B auf. Alle anderen Mannschaften konnten ihre Gruppenplätze behaupten. Darüber hinaus wurde für die Runde 1991 eine zusätzliche 3. Männermannschaft gemeldet. Besonders erwähnenswert war auch die Trainingsarbeit, die Roland Kutzner leistete, sie wurde von allen Spielern - auch von Jugendlichen - gut aufgenommen. In die Jugendarbeit kam dank Anke Brehm wieder positive Bewegung. So konnten sich die Jugendlichen in der Medenrunde behaupten. Als besonderes Bonbon wurde ein Ausflug organisiert und für das kommende Jahr ein Besuch der Karl-May-Festspiele geplant. Mit diesen Aktivitäten sollte es gelingen, die Jugendlichen wieder näher an den Verein und den sportlichen Betrieb heranzuführen. Im geselligen Bereich hat sich der Tennisball als ständige Einrichtung bewährt und trug auch finanziell zum positiven Ergebnis bei. Zur Bewirtschaftung des Vereinsheims wurden Anträge eingebracht, die den Dienst in 2 Gruppen jeweils Freitag/Samstag und Sonntag regeln sollten. Diese Anträge fanden keine Mehrheit. Es wurde der Gegenantrag, die Zahl des Dienstes auf 8 Personen pro Wochenende zu erweitern, angenommen. Damit sollte die freibleibende Einteilung untereinander sichergestellt sein.

1991

Das vorliegende Gutachten für die Allwetterplätze verwies auf eine dauerhafte Problematik im Untergrund, die nur dann zu beseitigen wäre, wenn der Unterbau als stabile Platte hergerichtet würde. Der damit verbundene Aufwand stand in keinem Verhältnis, und so kam es zu der Entscheidung, wieder Sandplätze herzurichten. Der investive Aufwand deckte sich mit der zurückgehaltenen Schlussrate an den Hersteller der Allwetterplätze. In der Jahreshauptversammlung konnte die im Vorjahr beantragte Satzungsänderung zur Erweiterung des Vorstands um die Position des Bauwartes beschlossen werden. Hans König, der bereits als Beisitzer fungierte, wurde in dieses Amt offiziell gewählt. Nachdem Walter Schwartz das Amt des Sportwartes aufgeben musste, war eine Nachwahl erforderlich. Jochen Scheuch wurde neu in den Vorstand gewählt. Zur Unterstützung der Aufgaben des Sportwartes wurde erstmals ein Sportausschuss gebildet, der mit Walter Schwartz, Wolfgang Bauer, Gerhard Tögel und Klaus Limbach seine Aufgaben übernahm. Das Thema Arbeitseinsätze beschäftigte uns auch in diesem Jahr, da die Bereitschaft dazu immer mehr nachließ. Die Mitglieder beschlossen, für nicht geleistete Arbeitsstunden die Strafgebühr erheblich zu erhöhen und diese automatisch am Ende des Jahres einzuziehen. Im Hinblick auf das näherrückende 20jährige Bestehen des Vereins wurde von Seiten des Vorstands der Antrag eingebracht, 1993 erneut die Kerb auszurichten. Dieser Antrag wurde wegen der doch erheblichen Auswirkungen vertagt und in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung behandelt. Diese Versammlung verlief insofern etwas kurios, als in der ersten Phase das Thema Kerb nicht behandelt werden konnte, weil die satzungsmäßige Beschlussfähigkeit nicht gegeben war. 

Damit musste dieser Tagesordnungspunkt zurückgezogen werden und man beschäftigte sich mit allgemeinen Themen. Mit diesem Ergebnis waren einzelne Mitglieder jedoch nicht einverstanden und durch Hildegard Bauer und Ewald Simon wurde ein Antrag eingebracht, der sich erneut mit der Kerb '93 beschäftigte. Danach sollte mittels Aufruf und Stimmzetteln das Für und Wider erfragt werden. Die Abstimmung sollte namentlich erfolgen. Sofern es zu einer Mehrheit für die Durchführung käme, wäre eine neue Mitgliederversammlung nicht notwendig. Diesem Antrag wurde mehrheitlich zugestimmt. Nicht die eigentliche Veranstaltung wurde von den Gegnern des Beschlusses in Frage gestellt, sondern allein die Tatsache, dass die Mitgliederzahl nicht ausreichen würde, um eine solche Großveranstaltung erfolgreich durchzuführen, war ausschlaggebend. Im sportlichen Bereich hielt der Aufwärtstrend an, die 1. Damenmannschaft stieg in die Bezirksklasse B auf, die Herrenmannschaften wurden um eine 4. Truppe erweitert. Alle anderen Mannschaften behaupteten ihre Gruppenplätze. Diese erfreuliche Entwicklung schaffte aber im Winterhalbjahr Probleme, da die bisherigen Hallenplätze nicht ausreichten und weitere anzumieten waren. Der finanzielle Aufwand schlug erheblich zu Buche und war nur dadurch zu reduzieren, weil es dem Vorstand gelang, im Rahmen der Vereinsförderrichtlinien den Zuschuss für Hallenplätze durchzusetzen. Ähnlich Erfolgreiches war auch aus der Jugendarbeit zu berichten, wobei der Ausflug zu den Karl-May-Festspielen als Riesenerfolg gelten durfte. Für 1992 wurde ein Zeltlager für alle Jugendlichen, Bambini und Minis angekündigt.

1992

Die turnusmäßigen Vorstandswahlen in der Jahreshauptversammlung führten im Amt des Sportwartes erneut zu Änderungen. Nachdem Jochen Scheuch aus beruflichen Gründen diese Position aufgeben musste, erklärte sich Gerhard Tögel bereit, dieses Amt zu übernehmen. Die Mitgliederentwicklung verlief weiterhin positiv. Die Schallgrenze von 400 wurde das erste Mal überschritten. Die Wiederherstellung der Allwetterplätze mit allen notwendigen Nebenarbeiten und zum Teil Neuerungen gestalteten sich doch kostenintensiver als geplant, und insoweit gewann die Ausrichtung der Kerb mit dem dadurch zu erzielenden Überschuss erheblich an Bedeutung. Die Kerb auszuführen, fand eine überwältigende Mehrheit, und es wurde ein Kerbausschuss eingesetzt, der aus den Mitgliedern Werner Huth, Edda Goertz, Werner Becker, Joachim Kosian, Werner Kischel, Wolfgang Bauer und Ewald Simon als Ausschussvorsitzender bestand. Mit dem erstmals von der hessischen Landesregierung eingebrachten Wassernotstandsgesetz kamen wir in die Verlegenheit, die notwendige Bewässerung der Sportanlage in Frage gestellt zu sehen. Im Zuge der Durchführung gab es zwar gewisse Ausnahmen, die auch wir in Anspruch nehmen konnten, dennoch war der Spielbetrieb erheblich eingeschränkt. 

Überlegungen einer weiteren Speicherung von Niederschlagswasser waren die Folge. Die in diesem Zusammenhang eingebrachte Anregung, Mainwasser zu nutzen, musste rasch aufgegeben werden, da eine solche Möglichkeit nicht genehmigt wurde. Sportlich befand sich der Verein weiterhin im Hoch, konnten doch in der laufenden Saison 11 Erwachsenenmannschaften erfolgreich an den Start gehen. Auch unsere Jugend zog erfolgreich mit, denn die 1. Juniorenmannschaft konnte den Gruppensieg erringen, spielte in den Sommerferien als Gruppensieger um die Kreismeisterschaft und gewann diese gegen den 1. HTC, was den Aufstieg in die Bezirksklasse bedeutete. Als besonderes Highlight konnten die Bezirksjugendmeisterschaften auf unserer Anlage veranstaltet werden. Es gab hervorragende Tennisspiele, und es war ein Genuss, den jungen Meistern der Zukunft zuzusehen. In einem hochklassischen Finale siegte in der Altersklasse 4 mit Joachim Bauer eine Spieler aus den eigenen Reihen und holte damit zur Freunde der zahlreichen Zuschauer erstmals für den Verein einen Bezirksmeistertitel bei einem Einzelwettbewerb.



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1993

Mit der Jahreshauptversammlung starteten wir in das 20jährige Vereinsjubiläum. Das alles überragende Großereignis Kerb nahm breiten Raum ein. Die anläßlich des 20. Geburtstages durchgeführte Kerb konnte auch nach einigen Monaten Abstand als absolut gelungen bezeichnet werden. Hier hat der Verein bewiesen, was er kann und erneut Zeichen gesetzt. Hervorragend vorbereitet und bestens organisiert lief eine Großveranstaltung ab, über die noch heute sowohl von Besuchern als auch Beteiligten in lobenden Worten gesprochen wird. Trotz vieler Bedenken und Zweifel hat der Verein bewiesen, dass er ohne wesentliche fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, zu großartigen Leistungen fähig ist. Den Mitgliedern und allen voran dem Kerbausschuss war nachdrücklich Dank zu sagen.

Die gemeinsame Fahrt mit der Kahlgrundbahn als Abschluss wird noch vielen in Erinnerung sein. Auch finanziell hat sich die Veranstaltung gelohnt, konnten doch Investitionen getätigt, Rücklagen gebildet und Darlehen abgebaut werden. Ein Wermutstropfen war der Verzicht der Jugendwartin Anke Brehm auf die Weiterführung ihres Amtes, das sie aus beruflichen Gründen abgeben musste. Oliver Amrhein übernahm diese Aufgabe. Sport- und Jugendwart konnten von einer zufrieden stellenden Saison berichten. Besonders erwähnenswert war die erneute Durchführung der Bezirksjugendmeisterschaft, die als voller Erfolg für alle Beteiligten gewertet werden konnte. Das auch in 1993 gültige Wassernotstandsgesetz erzwang die Berufung eines Wasserschutzbeauftragten, der in Ewald Simon gefunden wurde.


1994

Die Vorstandswahl in der Jahreshauptversammlung brachte wieder Veränderungen. So musste das Amt des Sport und Jugendwartes neu besetzt werden. Für Gerhard Tögel konnte Heinz Kruck als Sportwart, für Oliver Amrhein Gerdi Pockrandt als Jugendwartin gewonnen werden. Erneut hatte eine Naturkatastrophe unseren Verein eingeholt. Das Jahrhunderthochwasser im Frühjahr kam so plötzlich und extrem stark, dass Schutzvorkehrungen nicht getroffen werden konnten und immenser Schaden an der gesamten Anlage entstand. Die Plätze 1- 4 mussten generalsaniert respektive neu hergestellt, die Plätze 5 - 8 mit erheblichem Aufwand saniert werden. Die finanzielle Last für diese Großinvestition war aus laufenden Mitteln nicht mehr zu bewältigen, und es musste eine einmalige Finanzierungsform gefunden werden, die die Mitglieder erheblich beanspruchte. Die von Seiten des Vorstands vorgelegten verschiedenen Konzepte mündeten in der Entscheidung zur Erhebung einer einmaligen Umlage. So war es möglich, die Investitionen, die mit annähernd DM 100.000,- anzusetzen waren, zu finanzieren. Öffentliche Zuschüsse wurden nur in geringem Umfang gewährt. Die Hauptlast musste selbst getragen werden. Dieser Beschluss, der nach kontroversen, aber doch sachlichen und konstruktiven Diskussionen herbeigeführt wurde, nahm Einfluss auf die Mitgliederentwicklung, Aderlass war angesagt. Hatten wir vor der Hochwasserkatastrophe noch 430 Mitglieder, musste bereits Ende 1994 der Rückgang auf 320 verzeichnet werden. Angekündigte Rücktritte speziell der passiven Mitglieder ließen eine Reduktion auf unter 300 erwarten. Sicherlich war die einmalige Umlage ein Grund für diesen Aderlass, die allgemeine Entwicklung im Tennissport und im Vereinsleben aber ein weiterer Beweggrund. Bedingt durch diese Situation - Beseitigung der Hochwasserschäden und dramatischer Rückgang der Mitgliederzahl - musste die Beitragsstruktur neu überdacht werden.

Das vom Vorstand vorgelegte Konzept wurde nach ausgiebiger und fairer Diskussion mit Mehrheit verabschiedet. Der Wirtschaftsdienst erfuhr insofern eine wesentliche Neuerung, als sich Heinz Kruck und Christel Monego bereit fanden, an Wochentagen von Montag bis Freitag die Bewirtschaftung in der Gesamtheit zu übernehmen. Dabei konnten sie die Öffnungszeiten frei bestimmen. Für die Getränkeausgabe war eine prozentuale Beteiligung vorgesehen, die Beschaffung und Abrechnung der angebotenen Speisen oblag ihrer eigenen Verantwortung und Kalkulation. Der Wirtschaftsdienst der Mitglieder wurde nur noch für Samstag und Sonntag eingeteilt und stellte eine wesentliche Entlastung dar. Dieses Angebot, das als Test in 1993 lief, wurde mehrheitlich angenommen. Damit sollte das Vereinsleben wochentags attraktiver gestaltet werden und daneben die Sicherheit bieten, dass das Gelände auch wochentags beaufsichtigt ist. Ein laufender Rechtsstreit mit der Herstellerfirma der Allwetterplätze ging seinem Ende zu. Die Differenz zwischen nicht mehr zu leistender Schlusszahlung an die Herstellerfirma und dem von uns eingeklagten Schadenersatz lag im Positiven, so dass letztlich von einem Gewinn gesprochen werden konnte. Der Hochwasserschaden und der damit verbundene finanzielle Kraftakt sowie ein größerer Schaden am Kanal überschattete auch die Jahreshauptversammlung. Eine erneute Beitragserhöhung musste verabschiedet werden, wobei ein Teil zweckgebundene Rücklage für zukünftige Hochwasserschäden war. Die Entscheidung wurde vertagt. Der Vorsitzende Klaus Filges kündigte nur noch eine Amtszeit von weiteren 2 Jahren an und bat, sich entsprechend einzustellen.


1995

Das in '94 vertagte Thema "Umlage und Beitragserhöhung" beschäftigte uns auch in der diesjährigen Hauptversammlung. Nachdem Ursachen und daraus abgeleitete Maßnahmen noch einmal ausführlich erläutert wurden, konnten entsprechende Beschlüsse gefasst werden. Die damit verbundene Neuordnung der Beitragsstruktur wurde ebenfalls verabschiedet, jedoch in ihrer Wirksamkeit auf den 1. Januar '96 verlagert. Die Nachwahl des Sportwartes musste vollzogen werden, da sich Heinz Kruck nicht mehr zur Verfügung stellte. Die Wahl gestaltete sich schwierig, da sich kein Kandidat als Alleinverantwortlicher finden ließ. Dem Antrag, dieses Amt auf 2 Schultern zu verteilen, wurde daher zugestimmt. Allerdings war die notwendige Satzungsänderung erst in der Jahreshauptversammlung '96 zu beschließen, im Vorgriff aber konnten 2 Kandidaten gewählt werden. Nach diesem Beschluss stellten sich Jochen Tögel und Klaus Limbach der Verantwortung und wurden gewählt.

Auch der Jugendwart musste neu gefunden werden, da Gerdi Pockrandt aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen konnte. Bei der Kandidatenkür geschah etwas sehr Erfreuliches. Es stellte sich Ruben Göbel, ein aktiver Spieler aus dem Nachwuchsbereich zur Verfügung und wurde mit überwältigender Mehrheit gewählt. Ein gutes Zeichen für die nachwachsende Generation, zukünftig Verantwortung mitzutragen. Die Problematik des Einspartenvereins nahm in der Diskussion breiten Raum ein. Der vom Vorstand eingebrachte Antrag, ein Mandat für Kooperationsverhandlungen mit anderen Vereinen zu führen, fand keine Mehrheit. Heinz Kruck und Christel Monego entschieden sich, den Wirtschaftsdienst wie in den letzten beiden Jahren nicht mehr durchzuführen. Erfreulicherweise erklärten sich die aktiven Mannschaften bereit, das Vereinsheim an Wochentagen zu bewirtschaften, wobei das Speisenangebot eingeschränkt wurde. Die Dienste an Wochenenden wurden wieder auf die alte Basis zurückgeführt, d. h. von Freitag bis Sonntag verrichteten die Mitglieder wieder ihre Dienste. Dies wurde zwar mehrheitlich beschlossen, aber man ahnte, dass uns das Thema Wirtschaftsdienst weiterhin beschäftigen würde. Sportlich war das Jahr 1995 eher durchschnittlich.


1996

Bei der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstands konnte trotz vorheriger Ankündigung von Klaus Filges, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, kein neuer Vorsitzender gefunden werden. Um die Wahlen zum Vorstand dennoch zu ermöglichen, erklärte sich Klaus Filges bereit, kommissarisch weiterzumachen mit der Bedingung, dass ein Vierteljahr später ein neuer Vorsitzender gewählt werden muss. In weiteren Positionen musste der Vorstand neu besetzt werden, was mit Hartmut Claus und Astrid Kosian als Kassenwarte und Monika Blumör als Schriftführerin gelang. In weiteren Ämtern wurden die bewährten Kräfte Jochen Tögel, Klaus Limbach, Ruben Göbel, Hans König und Manfred Winter bestätigt. Die allgemeine Entwicklung in Sportvereinen und speziell im Tennissport sowie die besondere Situation in unserem Verein bezogen auf seine Mitgliederzahl, ließen erneut eine Diskussion zur Beitragsneustruktur entflammen. Dabei wurde besonderer Wert auf die Gewinnung neuer Mitglieder gelegt. Ob in diesem Zusammenhang die Erhebung von Eintrittsgebühren und Bausteinen noch die richtigen Antworten sind, war genauso strittig wie die Frage, ob Wirtschafts- und Arbeitsdienste in dem Umfang noch durchgesetzt werden können. 

Die Diskussion musste abgebrochen werden, führte letztlich aber zu einem Auftrag an den Vorstand, für die Versammlung 1997 geeignete Vorschläge zu erarbeiten. Auch eine Satzungsänderung bezogen auf die Doppelfunktion der Sportwarte wurde - wie in 1995 angekündigt -jetzt vollzogen. Um die durch Hochwasser, Sturm und Kanalreparatur in den vergangenen Jahren angespannte Finanzlage wieder zu normalisieren und um Rücklagen zu bilden, wurden die Ausgabenpositionen einer genauen Prüfung unterzogen. Dank des besonderen Einsatzwillens der Mitglieder Ewald-Müller, Horst Deutsch und Conny Kluin war es möglich, die Platzpflege nicht mehr fremd zu vergeben. Der Einsparungseffekt war und ist noch erheblich. Bauliche Investitionen wurden in größerem Umfang nicht beschlossen, lediglich das Austauschen der Schließanlage war angesagt und im Zusammenspiel mit der Gemeinde die Gestaltung des Kappelchenwegs in der Verlängerung zur Mainaue zwischen den Plätzen 4 + 5. Mit der Erklärung des Vorsitzenden Klaus Filges, nur noch ein Vierteljahr zu amtieren, kam es in diesem Jahr noch zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende Mai. Erfreulicherweise gelang es ohne lange Diskussion den Nachfolger zu bestimmen.

Gerhard Tögel, der schon des öfteren in die Bresche gesprungen war, tat dies auch jetzt, allerdings unter der Voraussetzung, dass es einen stellvertretenden Vorsitzenden geben würde. Die Satzungsänderung wurde beschlossen und Manfred Winter mit großer Mehrheit gewählt. Mit dem Wechsel von Manfred Winter in das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden musste der Pressewart neu bestimmt werden. Mit Oliver Amrhein gab es hierfür den geeigneten Kandidaten. Die vom bisherigen Vorstand zur außerordentlichen etwas weniger Mitgliederversammlung eingebrachte neue Beitragsstruktur konnte eine Mehrheit finden. Danach wurden für Neumitglieder keine Aufnahmegebühren und keine Bausteine mehr erhoben, Wirtschafts- und Arbeitsdienst wurden für 1996 ausgesetzt. Mit diesen Maßnahmen sollte es gelingen, neue Mitglieder in größerer Zahl zu werben. Im gesellschaftlichen Leben zeichnete sich ein Einschnitt ab. Der Tennisball würde in diesem Jahr vermutlich das letzte Mal stattfinden. Nach 11 Jahren zeigten sich Ermüdungserscheinungen. Wirtschaftsdienst und Bewirtung an Wochentagen konnten nach der Neuordnung als zufrieden stellend registriert werden, wobei mit besonderem Lob die Dienste der Mannschaften an Wochentagen hervorzuheben waren.


1997

Mit gewissern Stolz konnte der Vorstand berichten, dass die Entscheidung zur neuen Beitragstruktur ihre ersten Erfolge zeigte. Konnten doch von Beschlusslage bis zur Jahreshauptversammlung 50 neue Mitglieder gewonnen werden. Trotz dieser erfreulichen Meldung musste in einem kurzen Rückblick von einer eher durchwachsenen Situation gesprochen werden, da der allgemein negative Trend zum Vereinsleben gerade bei der jüngeren Generation auch vor unserem Verein nicht haltmacht. So musste der Ankündigung entsprechend der Tennisball abgesagt werden, und es bestanden auch keine Aussichten, ihn zukünftig wieder aufleben zu lassen. Erfreulich dagegen war die Ausrichtung des Sommernachtsfestes und ein kurzfristig organisiertes Weinfest. Von der neuen Basisarbeit im Kinder- und Jugendbereich berichteten Ruben Göbel und Werner Kischel. Bambinotraining und Schnuppertraining für die Kleinsten sowie das Heranführen der Kinder aus dem Kinderhort sind erfolgreich angelaufen. Dabei hat sich der Anteil der Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 10 Jahren fast verdoppelt. Im sportlichen Umfeld der Erwachsenen zeichnete sich eine negative Entwicklung ab. So musste man leider davon hören, dass die 1. Herrenmannschaft abgestiegen war und sich damit auch auflöste. Gegensteuern war angesagt. Ähnliche Entwicklungen sind auch bei den Vereinsmeisterschaften festzustellen, die sich durch immer weniger Teilnehmer auszeichnet.

Mit der Zusammenlegung verschiedener Disziplinen konnte ein erster Teilerfolg erreicht werden, der sich positiv auf den geselligen Charakter dieser Meisterschaften auswirkte. Die finanzielle Situation hatte sich wieder stabilisiert, die großen Lasten waren weitest gehend verkraftet, Rücklagen konnten gebildet werden. Zum Dauerthema "Wirtschaftsdienst" brachte der Vorstand einen Vorschlag ein, der mit großer Mehrheit angenommen wurde. Danach erklärte sich Hanne Tögel bereit, den Wirtschaftsdienst verantwortlich am Wochenende zu gestalten und zu führen, wobei sie für die kulinarischen Genüsse eigenständig handelte.  Die eingeteilten Mitglieder sollten zur Unterstützung und zur Ausgabe der Getränke herangezogen werden. Diesem Vorschlag, vorläufig als Test, wurde mit großer Mehrheit zugestimmt und Hanne Tögel ein besonderes Lob für ihr außergewöhnliches Engagement ausgesprochen. Da es sich vorerst nur um ein Modell handelte, wurde der Vorstand beauftragt, bis zur nächsten Versammlung konkrete Pläne und Richtlinien für einen evtl. Umbau des Vereinsheims zu erarbeiten, um damit Voraussetzungen zu schaffen, die Gaststätte zukünftig professionell nutzen zu können. Das ins Haus stehende Großereignis "25 Jahre Tennisverein Großkrotzenburg" wurde angesprochen und ein Jubiläumsausschuss einberufen, der mit Gudrun Ballmann, Werner Kischel, Joachim Kosian, Klaus Filges und Ewald Simon als Vorsitzenden aktiv ist.


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